10 Minuten mit Winnie Tam

Die Gründerin des Einrichtungsstudios fourteen a.m. erzählt, wie sie ihr Londoner Zuhause in eine erholsame Oase verwandelt hat.

10 Minuten mit Winnie Tam
Wave Residence ist eine etwas andere Stadtwohnung.

In städtischen Reihenhäusern ist es oft schwierig, genügend Platz und Licht zu erhalten und dem Lärm zu entfliehen. Tams Zuhause hingegen hat lichtdurchflutete Räume und vermittelt ein Gefühl der Ruhe.

Wir sprachen mit der Eigentümerin Winnie Tam, um mehr über das Projekt zu erfahren.

„Mein Partner Dave und ich lieben und hassen das Stadtleben gleichermaßen. Es bietet viele Möglichkeiten und Vergnügen, aber es kann auch eine Menge Stress mit sich bringen“, erklärt Tam.

„Vor der Renovierung hatten wir uns danach gesehnt, in einer ruhigen Ecke im Herzen des lebhaften Stadtviertels Islington zu wohnen.“

„Viele Menschen, die in Städten leben, sehnen sich nach Räumen, in denen sie auftanken können. Mit dem Projekt wollte ich zeigen, wie ein städtischer Zufluchtsort aussehen könnte.“
Bei Tams Vision standen Einfachheit und die heilende Kraft der Natur im Vordergrund.

„Typischerweise sind Londoner Häuser, die in Wohnungen unterteilt sind, eng und dunkel, vor allem im Souterrain. Das wollte ich mit Fenstern und natürlichem Licht ändern.“

„Es war mir wichtig, dass Wave Residence zu einem Ort der Entschleunigung wird, ein Ort der Besinnung, ein Zuhause, in dem man die kleinen Dinge wertschätzen kann. Natürliche Materialien trugen ganz wesentlich dazu bei.“

Heute bedecken Lehmputz, Terrakottafliesen und Juteteppiche die Wände und Böden, während Iroko-Holz für die Tischlerarbeiten im gesamten Haus verwendet wurde.

Neben der Umgestaltung des Grundrisses, die einer sorgfältigen Planung bedurfte, steckte die Eigentümerin auch ganz viel Zeit in die kleineren Details wie Schalter und Steckdosen.
„Das Haus sieht überhaupt nicht protzig aus. Damit es trotzdem auffällt, war selbst das kleinste Detail wichtig – ich bin davon überzeugt, dass es gerade diese Einzelheiten sind, die die Essenz meines Designethos einfangen.“

„Und das gilt besonders für wichtige Architekturdetails wie Schalter und Steckdosen.“

„Ein billiger Plastikschalter an der Wand eines schön gestalteten Innenraums schadet dem Gesamtbild. Sie können Gemälde und andere dekorative Kunstgegenstände jederzeit hinzufügen oder auswechseln, aber ohne die richtigen Basics wie Schalter und Steckdosen lässt die Innenausstattung immer etwas zu wünschen übrig.“

„Ich habe Corston auf der Surface Design Show in London entdeckt. Ich gehe jedes Jahr zu dieser Messe auf der Suche nach Inspiration und neuen Lieferanten. Die schlichte Eleganz der Corston-Produkte passt perfekt zu meiner Designphilosophie.“

Ins Auge fiel Tam insbesondere das Bronze-Finish von Corston. Es ist matt und unauffällig, gerade richtig für ihr Projekt.
„Im Haus habe ich hauptsächlich gedeckte Farbtöne verwendet. Es gibt definitiv nichts Glänzendes. Das war also entscheidend. Die Ästhetik der Bronze-Oberfläche kann als schlicht und gleichzeitig raffiniert beschrieben werden.“

„Das Massivmessing ist von ausgesprochen hoher Qualität. Was mir auch gut gefällt, ist, dass der Kippschalter ohne Schrauben am Rahmen montiert wird. Dieses Detail ist so gut durchdacht.“

„Letztlich sollten Schalter und Steckdosen in einem Raum – auf subtile Weise – zur Geltung kommen. Es würde mich freuen, wenn Besucher das Bedürfnis verspürten, an gewissen Stellen genauer hinzusehen und sich näher mit den Formen und Farben zu beschäftigen.“   

Fragen wie aus der Maschinenpistole
Das Projekt in drei Worten?  
„Zuflucht. Stadt. Natur.“

Ihr Lieblingszimmer?  
„Die Teestube.“

Lieblingsprodukt von Corston?  
“Zweifelsohne die Kipphebelschalter in Bronze.“

fourteen a.m., https://www.fourteen-am.com/ 
Fotografie: @edvinasbruzas https://edvinasbruzas.com/